Luxusimmobilien: Österreichs gefragte Lagen

Der österreichische Markt für Luxusimmobilien ist weiterhin im Aufwärtstrend: Neben exklusiven Lagen mit hoher Lebensqualität, sind hochwertigste Ausstattung sowie extravagante Architektur und Designs, die Gründe, warum außergewöhnliche Liegenschaften hierzulande immer gefragter werden. Besonders gestiegen ist die Nachfrage in Innsbruck, Salzburg und Wien ebenso wie in den Bezirken Bregenz, Dornbirn und Feldkirch in Vorarlberg und im Bezirk Klagenfurt-Land, nahe des Wörthersees. Kitzbühel ist bekannt für sein ausgeprägtes Premiumsegment und die hochpreisigen Chalets, womit Kitzbühel auch weiterhin der exklusivste Ort Österreichs bleibt.

Die höchsten Immobilienpreise des Landes werden traditionell in der Region Kitzbühel erreicht. „Die außergewöhnlichen Chalets mit Bergpanorama zählen hier zu den exklusivsten des Landes. Die Preisspanne für Villen und Chalets in bester Lage beginnt bei 5 Mio. EUR und kann bei Ausnahmeobjekten bis zu 35 Mio. EUR erreichen. Der Spitzenpreis 2020 lag bei knapp 20 Mio. EUR. Damit spielen wir in einer Liga mit den Schweizer Luxusskiorten wie Davos, St. Moritz oder Zermatt mit“, so Florian Hofer, Geschäftsführer von Engel & Völkers Alpenregion Tirol & Salzburger Land.

Auch exklusive Eigentumswohnungen kosten hier in guter und sehr guter Lage generell mehr als 15.000 EUR/m². Diese hohen Preise werden vor allem in der Gemeinde Kitzbühel selbst und in benachbarten Gemeinden wie Reith, Aurach, Jochberg oder Kirchberg erzielt. Der Durchschnittspreis für Eigentumswohnungen im Bezirk Kitzbühel lag 2020 bei 6.270 EUR/m² und stieg seit 2016 um 45 Prozent. Dies ist der höchste Wert aller Bezirke Österreichs, abgesehen vom 1. Wiener Bezirk. Dass der Wert in Kitzbühel im Vergleich zum Vorjahr sogar um 19 Prozent stieg, belegt die enorme Nachfrage.

Bei den Wohnungspreisen liegt außerdem die Stadt Innsbruck auf einem besonders hohen Niveau – dem höchsten aller größeren Städte Österreichs. Als Wohnort ist Innsbruck extrem beliebt und weist daher auch die höchsten durchschnittlichen Wohnungs- und Häuserpreise aller österreichischen Großstädte auf. Der durchschnittliche Verkaufspreis einer Eigentumswohnung lag bei 5.940 EUR/m², bei Ein- und Zweifamilienhäusern bei 1.058.000 EUR. Während ein Einfamilienhaus in Innsbruck einen Spitzenpreis von 5 Mio. EUR erzielte, lag der Spitzenpreis einer Eigentumswohnung bei 10.851 EUR/m².

Salzburg verzeichnet starkes Marktwachstum und ein wachsendes Premiumsegment mit Preissteigerungen auf hohem Niveau

In der beliebten Kulturstadt Salzburg lag der Durchschnittspreis für ein Einfamilienhaus 2020 bei 915.000 EUR, womit sie nach Innsbruck das zweithöchste Preisniveau unter den Städten Österreichs aufweist. Im Segment der Eigentumswohnungen liegt das Land Salzburg auf dem dritten Platz im Bundesvergleich der Durchschnittspreise. Hier sticht ebenfalls die Stadt Salzburg heraus, gefolgt von den Bezirken, in denen exklusive Ferienwohnungen das Preisniveau anheben, wie das Salzburger Salzkammergut, Zell am See oder Hallein.

Während das Angebot an Aktivitäten in der Stadt und Region Salzburg riesig ist, ist das Angebot an Wohnimmobilien eher rar, wodurch das Preisniveau insbesondere für luxuriöse Häuser in Best- oder Panoramalage hoch bleibt. Das machen auch die Preissteigerungen um 14,9 Prozent für Ein- und Zweifamilienhäuser im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr deutlich. „Für Wohnungen werden Spitzenpreise von bis zu knapp über 20.000 EUR/m² gezahlt. 2020 wurde für ein Ausnahmeobjekt sogar der Spitzenpreis von 9,5 Mio. EUR erzielt. 2020 wurden in Salzburg Stadt insgesamt 146 Eigenheime zu einem durchschnittlichen Preis von 914.200 EUR verkauft“, so Mark Hüsges, Geschäftsführer von Engel & Völkers Salzburg. Auch der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen auf durchschnittlich 5.230 EUR/m² in der Stadt Salzburg und 4.300 EUR/m² im Umland, verbunden mit der zentralen Lage und Nähe zu München machen die Region zu einer der interessantesten Österreichs mit wachsendem Interesse auch von internationalen Käufern.

Ansprüche nach hochwertigen Immobilien in Wien steigt

Seit 2016 stiegen die Preise für Wohnungen in Wien um rund 22,5 Prozent, womit Wien die Spitzenposition bei den Durchschnittspreisen der Bundesländer verteidigt. Im Zentrum, dem 1. Bezirk, sowie im 3. bis 9. Bezirk sind die Preise für Wohnungen zuletzt am stärksten gestiegen, obwohl hier bereits ein sehr hohes Niveau erreicht ist. Im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser hält Wien ebenfalls die Spitzenposition unter den Bundesländern. 2020 wurden Objekte im Schnitt für knapp 700.000 Euro verkauft – ein Objekt in Döbling erzielte sogar einen Spitzenpreis von 30 Mio. Euro. Der durchschnittliche Verkaufspreis von Ein- und Zweifamilienhäusern lag 2020 mit 697.000 EUR unter dem Vorjahresniveau von 723.000 EUR, die Tendenz ist allerdings wieder steigend. Auch im Bereich der Eigentumswohnungen zeigt sich bei den Preisen ein Aufwärtstrend. So lag der durchschnittliche Verkaufspreis 2020 bei 5.190 EUR/m², 2021 wird bereits eine Steigerung auf 5.400 EUR/m² erwartet.

Vorarlberg bei Häusern und Eigentumswohnungen auf zweithöchstem Preisniveau des Landes

In Vorarlberg ist vor allem im Segment der Einfamilienhäuser und Neubauwohnungen eine hohe Nachfrage zu verzeichnen. Der durchschnittliche Kaufpreis für Ein- und Zweifamilienhäuser ist seit 2016 um über 50 % gestiegen und ist mit knapp über 600.000 EUR nach Wien der zweithöchste in Österreich. Besonders deutlich war der Anstieg in Dornbirn (+ 68 %), dem mittlerweile teuersten Bezirk in Vorarlberg. Hier wurde 2019 ein Spitzenpreis von knapp 20 Mio. EUR erzielt. Zudem ist das Bauland im Bundesland knapp, wodurch das Angebot weiter begrenzt wird. Die beliebtesten Grundstücke und Wohnungen mit Seesicht kommen nur selten auf den Markt. Bei den Eigentumswohnungen ist das Preisniveau ebenfalls das zweithöchste in Österreich. 2020 wurden durchschnittlich 4.570 EUR/m² gezahlt. Aufgrund der Corona-Pandemie sind sichere Geldanlagen stark gefragt, daher werden Wohnungen in Vorarlberg auch zunehmend als Kapitalanlage erworben.

Exklusive Immobilien am Kärntner Wörthersee weiterhin sehr gefragt

„Der Kärntner Wörthersee ist untrennbar mit hochwertigen Immobilien verbunden. Obwohl Seeimmobilien gefragt sind wie noch nie, sind sowohl Objekte als auch Grundstücke im Bezirk Klagenfurt Land in guten bis sehr guten Lagen knapp und die Immobilienpreise hoch. Der Durchschnittspreis für Wohnungen im Bezirk Klagenfurt-Land aber auch um die anderen größeren Seen, insbesondere des Kärntner Zentralraums, liegt mit 5.000 EUR/m² weit über dem sonstigen Niveau Kärntens“, so Hansjörg Lenz, Geschäftsführer von Engel & Völkers Kärnten.

Ein Top-Objekt wurde sogar zu einem Höchstpreis von über 18.000 EUR/m² verkauft. Der durchschnittliche Verkaufspreis ist somit seit 2016 um 44 Prozent gestiegen. Für ein Einfamilienhaus am Wörthersee wurde im Jahr 2020 ein Spitzenpreis von 14 Mio. EUR erzielt. Solche Top-Objekte müssen direkt am Wörthersee liegen bzw. einen großzügigen Seezugang haben. Die Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach hochwertigen Immobilien in der Region noch einmal deutlich erhöht, da der Urlaub am See lieber im Ferienhaus, in der Ferienwohnung oder im eigenen Zweitwohnsitz verbracht wird als in einem Hotel.

Bezirke Baden, Tulln und Mödling verzeichnen höchste Preise Niederösterreichs

In den Bezirken Baden, Tulln, Mödling und Korneuburg sorgt der starke Nachfrageüberhang für das mit Abstand höchste Preisniveau in Niederösterreich. Im Bezirk Tulln, in dem auch die Stadt Klosterneuburg liegt, sind die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser seit 2016 um durchschnittlich 44 Prozent gestiegen. „In Mödling herrscht das höchste Preisniveau im Umland Wiens. Hier wurde mit einem Verkaufspreis von 6,1 Mio. EUR der mit Abstand höchste Preis für ein Einfamilienhaus im Bundesland erzielt„, erläutert Oskar Beirer, Geschäftsführer von Engel & Völkers Baden bei Wien. Der durchschnittliche Verkaufspreis von Ein- und Zweifamilienhäusern lag hier 2020 bei 657.000 EUR. Auch bei Eigentumswohnungen ist der durchschnittliche Verkaufspreis von 3.958 EUR/m² im Jahr 2019 auf 4.398 EUR/m² im Jahr 2020 angestiegen. Vor allem bei Top-Objekten mit Garten bzw. großen Freiflächen und hochwertiger Ausstattung ist eine steigende Nachfrage zu verzeichnen.

Starke Nachfrage nach luxuriösen Ferienimmobilien in der Region Schladming-Dachstein

In der steirischen Region Schladming-Dachstein steigt die Nachfrage nach Ferien- und Anlageimmobilien im Luxussegment besonders stark. Das Angebot ist jedoch äußerst rar. Für Objekte in bester Lage werden daher Preise von bis zu rund zwei Mio. EUR erzielt. Gerade in guten und sehr guten Lagen könnten die Preise durch den Nachfrageüberhang auch noch weiter steigen. In der schönen Bergwelt gibt es generell nur wenige Objekte in mittleren und einfachen Lagen. „Schladming-Dachstein ist eine der größten Tourismusregionen der Steiermark. Die Region punktet mit langer Tradition im Bergsteigen und Skifahren. Einheimische sowie Touristen genießen die eindrucksvolle Berglandschaft sowie das Kultur- und Wellnessangebot. Insbesondere Ferienimmobilien sind in dieser Region gefragt: Hier übersteigt die Nachfrage das Angebot bereits“, so Harald Martich, Geschäftsführer von Engel & Völkers Graz.

Steigende Nachfrage nach exklusiven Penthäusern und Villen in Oberösterreich

In den impulsgebenden Städten Linz, Wels und Steyr ist vor allem in zentralen Lagen die Nachfrage nach hochwertigem Wohnraum groß. Linz und Wels zählen mit über 30 Prozent Plus seit 2016 sogar zu den Städten mit dem bundesweit stärksten Preiswachstum. Premiumwohnungen wie Penthäuser sind ebenso gefragt wie Villen in bester Lage. „Vor allem an den Seen des Salzkammerguts ist das Luxussegment besonders ausgeprägt. Die hier liegenden Bezirke Gmunden und Vöcklabruck weisen mit durchschnittlichen Wohnungspreisen über 3.600 EUR/m² das höchste Preisniveau Oberösterreichs auf. In guten und sehr guten Lagen liegen die Häuserpreise im Salzkammergut häufig deutlich über einer Million EUR. Für traumhafte Objekte direkt am See ist die Preisspanne nach oben weit geöffnet“, erklärt Diether Raffelsberger, Geschäftsführer von Engel & Völkers Oberösterreich.

Quelle der angeführten Preise und Transaktionszahlen ist die Immoservice Austria/terravistor GmbH, ZT datenforum.

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