Inflation: Gespart wird am ehesten an Kleidung

Die Inflationsrate in Österreich lag im April bei 7,2 Prozent und damit so hoch wie noch nie seit der Jahrtausendwende. Dadurch steigt für die Menschen im Land das Risiko, sich finanziell einschränken zu müssen. Um ihre monatlichen Ausgaben um 100 Euro zu reduzieren, würden zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner weniger für Kleidung und Schuhe ausgeben.

Etwas mehr als die Hälfte würde beim Urlaub sparen. Immerhin fast jede oder jeder Vierte würde den Rotstift bei der Altersvorsorge ansetzen. Dies zeigt das TeamBank-Liquiditätsbarometer, eine seit 2016 jährlich durchgeführte bevölkerungsrepräsentative Befragung mit mehr als 1.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Kleidungsstücke länger zu tragen als dem modischen Gewissen zuträglich, ist für die Befragten das kleinste Übel, wenn das Geld knapp wird: 64 Prozent von ihnen meinen, dass Kleidung und Schuhwerk am ehesten Sparpotenzial bieten. 55 Prozent würden weniger für Urlaub ausgeben. Das wäre allerdings ein spürbares Opfer, da viele geplante Urlaubsreisen der vergangenen zwei Jahre bereits der Pandemie zum Opfer gefallen sind: 71 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher geben an, in den kommenden zwölf Monaten verreisen zu wollen – ein Anstieg um zwölf Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.

Gespart wird zuerst bei den nicht-essenziellen Lebensbereichen. Im Gegensatz dazu stehen Alltagsausgaben wie Heiz- und Stromkosten – hier sieht nur jeder oder jede zehnte Befragte noch Einsparpotenzial. 22 Prozent würden Ausgaben für Geldanlagen, beispielsweise zur Altersvorsorge, reduzieren. „Das ist eine bedenkliche Tendenz“, sagt Frank Mühlbauer, Vorstandsvorsitzender der TeamBank AG. „Damit werden zwar die Probleme der Gegenwart abgemildert, aber möglicherweise fehlen dadurch in Zukunft die Mittel zur Wahrung des Lebensstandards. Bei einer nachhaltigen Finanzplanung empfiehlt es sich, zunächst seine Konsumausgaben in den Blick zu nehmen. Oftmals gibt es versteckte Kostenfallen, wie Abos oder häufiges Essen außer Haus, auf die man verzichten kann.“

Hohe Benzinkosten sind das größte Ärgernis

Als wesentlichen Faktor für den wachsenden finanziellen Druck haben die Österreicherinnen und Österreicher die steigenden Kraftstoffkosten ausgemacht: 84 Prozent aller Befragten betrachten sie als zu hoch, ein Zuwachs von 34 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Der Sprit gilt damit in fast allen Bundesländern als Kostenfalle Nummer Eins. Lediglich in Wien mit seinem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz spielt dieser Punkt eine etwas geringere Rolle: 71 Prozent schimpfen dort auf die Tankrechnung, zudem bezeichnen auch deutlich weniger als im Durchschnitt die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel als zu hoch. Auf ganz Österreich bezogen liegen zu hohe Steuern auf Platz zwei der Kostentreiber. 82 Prozent aller Befragten empfinden sie als zu hoch, ein Zuwachs von sieben Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr.

Die meisten Befragten haben ihre Ausgaben im Überblick

Die eigenen Ausgaben zu reduzieren beginnt regelmäßig damit, sich einen Überblick zu verschaffen, wohin das Geld eigentlich fließt. Hier sind die Menschen in Österreich gut im Bilde: Insbesondere die großen, regelmäßigen Posten sind ihnen präsent, ohne dass sie dafür extra recherchieren müssten. 89 Prozent können auf Anhieb sagen, wie hoch ihre Wohnkosten sind, 78 Prozent kennen den monatlichen Abschlag für Strom, und immerhin 75 Prozent wissen, wie viel Geld sie jeden Monat für Haftpflicht-, Hausrats-, und ähnliche Versicherungen ausgeben. Wie viel Geld nach Abzug der Fixkosten übrigbleibt, wissen

49 Prozent ganz genau, weitere 47 Prozent zumindest ungefähr. Um den Überblick zu behalten, kontrollieren 79 Prozent der Befragten alle paar Tage die Bewegungen auf ihrem Girokonto. Jede oder jeder Dritte führt sogar ein Haushaltsbuch, in dem die Ausgaben beispielsweise mit einer App festgehalten werden.

Hintergrundinformationen:

Die Studie „Liquiditätsbarometer 2022 Österreich“ untersucht Liquidität und Kreditaufnahme der Generation 50Plus im Vergleich zur österreichischen Gesamtbevölkerung. Das Marktforschungsinstitut YouGov hat im März 2022 im Auftrag der TeamBank AG 1.771 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ in Bezug auf das Bundesland, Alter und Geschlecht. Die repräsentative Bevölkerungsbefragung fand über ein Online-Panel statt. Zusammen mit der Befragung wurde das TeamBank-Liquiditätsbarometer ermittelt, welches die Stimmung zur finanziellen Situation der Österreicherinnen und Österreicher erfasst.

Kurzprofil:

Die TeamBank AG ist mit dem fairen Credit das Kompetenzzentrum für modernes Liquiditätsmanagement in Österreich. Die Vernetzung innovativer Produkte und Services bietet Kundinnen und Kunden vollständig digitale Lösungen und damit überall und zu jeder Zeit Zugang zu Liquidität. „Wir machen es einfach“ heißt es bei der TeamBank und symbolisiert die besondere Unternehmenskultur, welche die Bank auszeichnet. Die TeamBank, mit Sitz in Nürnberg, ist ein Unternehmen der deutschen genossenschaftlichen DZ BANK Gruppe und seit dem Jahr 2008 auf dem österreichischen Markt aktiv.

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