Global X: Ölpreis bleibt hoch

Das Zusammenspiel aus Sanktionen gegen Russland und der immer noch bestehenden Abhängigkeit von russischem Öl führt dazu, dass die Ölpreise vorerst auf einem hohen Niveau bleiben werden Rohan Reddy, Research Analyst bei US-ETF-Anbieter Global X, rechnet in Folge dessen mit einer bescheidenen Erhöhung der Ölproduktion durch die OPEC+. Derweil haben die Vereinigten Arabischen Emirate auf eine Aufstockung ihrer Kapazitäten bestanden. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben aber auch bislang darauf hingewiesen, dass sie hinter Russland stehen und sich an die geltende Vereinbarung halten werden. Ein Kommentar von Rohan Reddy zur derzeitigen Marktlage.

„Die OPEC+ Länder werden ihr monatliches Ziel wahrscheinlich von 400.000 Barrel pro Tag (bpd) auf 432.000 bpd leicht anheben. Wir rechnen mit dieser zusätzlichen Ölproduktion der OPEC+, da für Mai eine Revision der Produktionsgrundlagen für Saudi-Arabien, Russland, Irak, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait in Kraft treten soll. Diese Aufwärtskorrekturen wurde bereits Mitte 2021 vereinbart, nachdem die Vereinigten Arabischen Emirate auf eine Aufstockung ihrer Upstream-Kapazitäten bestanden hatten.

Hohe Ölpreise bestehen weiterhin

Die Überlegung eines möglichen Produktionsanstiegs dürfte im Vergleich zum derzeitigen Angebotsdefizit auf dem Markt vernachlässigbar sein, was die Ölpreise unserer Einschätzung nach auf einem hohen Niveau halten wird. Mit dem nahezu vollständigen Ausfall Russlands, des drittgrößten Öllieferanten mit einem Anteil von 10 Prozent an der Weltproduktion, wird das Versorgungsdefizit weiter bestehen bleiben.

Profiteure der Ölpolitik

Die US-amerikanische Schieferölproduktion könnte von dem derzeit herrschenden Versorgungsdefizit auf dem Ölmarkt profitieren: Der US-Energiesektor scheint der wahrscheinlichste Kandidat zu sein, um mit einer höheren Produktion auf den Markt zu kommen. Die Upstream- und Midstream-Pipeline-Segmente könnten die Nutznießer der konservativen OPEC+-Politik sein, was wiederrum das Interesse der Anleger auf sich ziehen sollte.“