Wer das Headquarter der Finanzfuchsgruppe im 19. Stock des The Icon Vienna betritt, dem bietet sich ein Bild, das wenig an die Klischees der Finanzdienstleistung erinnert. Keine gerahmten Diplome an den Wänden, keine schweren Holzmöbel. Stattdessen ein Großraumbüro am Hauptbahnhof, mit Panoramablick über Wien. Hoodies mit dem Fuchs-Logo hängen in der Garderobe, und auf den Bildschirmen der Mitarbeitenden ist ein Dashboard geöffnet, das Versicherungen, Finanzierungen und Investments in Echtzeit auf einem Screen bündelt.

„Wir haben von Anfang an gewusst, dass sich der Markt fundamental verändern muss“, sagt Christian Mattasits, CEO der Finanzfuchsgruppe. „Die Frage war nur: Wer macht es?“ Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Seit Mattasits Anfang 2016 das operative Steuer übernahm, hat das Unternehmen erheblich zugelegt: von rund 3.000 Anträgen im Gründungsjahr auf über 20.000 im Jahr 2025. Die Finanzfuchsgruppe, das sind über 600 Millionen Euro an vermitteltem Finanzierungsvolumen bei mehr als 50.000 Kunden. Und ein IT-System, in das das Unternehmen über Jahre hinweg Millionen investiert hat. Es bildet heute das Herzstück des unternehmerischen Tuns.

Das „Gehirn“ dahinter

Wer verstehen will, was die Finanzfuchsgruppe vom Mitbewerb unterscheidet, muss sich mit dem Multi Agent System (MAS) beschäftigen. Es ist kein zugekauftes Tool, kein Standard-Softwarepaket: Im MAS stecken jahrelange Entwicklungsarbeit und Millionen Euro an Investitionen – mit dem Ziel, jedem Menschen in Österreich seine finanzielle Gesamtsituation strukturiert und auf einen Blick zugänglich machen zu können. Dass die Finanzfuchsgruppe dabei auf eine Eigenentwicklung setzt und nicht auf Standardlösungen, ist kein Zufall: Die Plattform ist auf die spezifische Beratungsphilosophie des Unternehmens zugeschnitten.

Das Prinzip beginnt beim „Financial Profiling“: Wer zur Finanzfuchsgruppe kommt, verbringt zunächst rund neunzig Minuten im Erstgespräch – nicht für irgendwelche Produktvermittlungen, sondern für eine strukturierte Analyse der gesamten finanziellen Situation. Versicherung, Finanzierung, Investment – alle Bereiche werden gemeinsam durchleuchtet. Das System zapft dabei in Echtzeit Datenbanken an: von Eurostat über Versicherungsdatenbanken bis zu Pensionsstatistiken. Der Kunde gibt seine Basisdaten ein – Alter, Einkommen, Wohnort, Lebensziele – und erhält auf dieser Grundlage das, was das Unternehmen
einen „digitalen Spiegel der finanziellen Realität“ nennt: Pensionslücken, Absicherungsrisiken,Vermögensaufbaupotenziale – strukturiert dargestellt, alles auf einem Screen.

„Der Kunde sieht auf Basis von Statistiken und seinem Financial Profile, welche finanziellen Probleme auf ihn zukommen könnten“, erklärt Mattasits. „Und dann zeigen wir ihm den Ausweg.“ Im letzten Schritt vergleicht das System automatisch Angebote aus über 60 Versicherungsunternehmen, mehr als 100 Banken sowie Tausenden Investitionsmöglichkeiten – und liefert eine Empfehlung: Die läuft aber nicht darauf hinaus, was die höchste Provision bringt, sondern darauf, was dem Kunden am meisten nutzt.

Das MAS ist kein abgeschlossenes Projekt. „Wir investieren laufend weiter“, sagt Mattasits. „KI-Bots, Soll-Ist-Vergleiche im Vertrieb, neue Automatisierungen – das ist ein laufender Prozess, kein Projekt, das irgendwann fertig sein soll.“ Kundschaft und Beratende teilen sich dabei dasselbe System und haben via App rund um die Uhr Einblick. Das mehr als 200 Leute umfassende Team besteht durchwegs aus selbstständigen Beraterinnen und Beratern, die österreichweit tätig sind. Sie agieren ungebunden von den Produktanbietern, deren Angebote sie vermitteln.

Eine Marke, die „mehr“ verspricht

Mit digitalen Tools und KI-gestützten Plattformen holte Finanzfuchs die Allfinanzberatung ins dritte Jahrtausend.
Mit digitalen Tools und KI-gestützten Plattformen holte Finanzfuchs die Allfinanzberatung ins dritte Jahrtausend. MR Vector - stock.adobe.com, Montage: cpg

Technologie allein macht aber noch keine Marke. Die Finanzfuchsgruppe hat das früh verstanden – und deshalb parallel zum IT-Aufbau eine eigenständige Marketingstrategie verfolgt. Für eine Branche, die oft mit schwer vergleichbaren Produkten und unübersichtlichen Konditionen assoziiert wird, ist der gewählte Ansatz ungewöhnlich: Das MEHRLEBEN-Konzept will Finanzberatung aus der Ecke des notwendigen Übels herausholen und mit einem positiven Lebensgefühl verbinden. „Die Menschen wollen mehr vom Leben – mehr Gesundheit, mehr Freiheit, mehr Erlebnisse. Und dafür braucht es nun mal auch mehr Geld“, so Mattasits.

Getragen wird die Botschaft von Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern: Manuela Zinsberger, Ivona Dadic, Dorina und Ronja Klinger, Stella Hemetsberger, Aleksandar Rakić, Alexander Schlager, Andreas Ernhofer und Alexander Rončević vermitteln in persönlichen Videoserien – den MEHRLEBEN Diaries –, wie die Finanzdienstleistungen der Finanzfuchsgruppe ihren Alltag konkret beeinflussen: welche Absicherung sie gefunden haben, wie sie ihr Vermögen strukturiert haben, wo die Beratung für mehr Planungssicherheit gesorgt hat. Der Podcast MEHRLEBEN Talks mit TV-Journalist Norbert Oberhauser geht 2026 in eine neue Staffel. Zudem wurde Radio Energy als Kooperationspartner gewonnen. Die Finanzfuchsgruppe gibt an, heute knapp 30 Millionen Menschen über ihre digitalen Kanäle zu erreichen – eine Reichweite, die nicht über klassische Finanzwerbung entsteht, sondern über Inhalte, die Menschen jenseits von Zinsblättern und Versicherungsbedingungen ansprechen sollen. „Wir bauen nicht nur die beste IT. Wir bauen auch die stärkste Marke“, sagt Mattasits. „Beides zusammen ist das, was uns niemand so schnell nachmachen kann.“

Expansion in die Breite

Was 2016 als Projekt in Wels begann, ist heute bundesweit verankert – mit 15 Standorten in ganz Österreich: von Wien bis Graz, von Wels bis in die Regionen. In Graz entsteht im Juli 2026 ein zweites Headquarter auf knapp 500 Quadratmetern, mit demselben Anspruch wie das Wiener Stammhaus am Hauptbahnhof. Die über 200 Finanzberaterinnen und -berater der Finanzfuchsgruppe arbeiten heute unter dem Fuchs-Banner, ausgebildet in der hauseigenen Finance & People Academy: ein digitalisiertes, flexibles und ortsunabhängiges System, das fachliches Wissen und Persönlichkeitsentwicklung verknüpft. Die Academy ist darauf ausgerichtet, Beraterinnen und Berater zu formen, die fachlich überzeugen und digital präsent sind. Social-Media-Kompetenz gilt dabei nicht als optionales Add-on, sondern als Teil des Profils, das die Finanzfuchsgruppe von ihren selbstständigen Partnerinnen und Partnern erwartet. Als Einzelunternehmerinnen und -unternehmer erhalten diese mehr Freiheit – und bei entsprechender Leistung auch deutlich mehr Verdienstmöglichkeiten als in einem klassischen Angestelltenverhältnis.

Hinter all dem, was die Finanzfuchsgruppe ausmacht, steht die Überzeugung, wonach mittelfristig jeder Mensch „einen Finanzfuchs an seiner Seite haben“ sollte. Finanzberatung im Sinne von Mattasits und seinem Team ist keine Serviceleistung, die man bei Bedarf konsumiert – sondern eine kontinuierliche Auseinandersetzung mit den eigenen finanziellen Zielen. Dass das Unternehmen damit wächst, ist für den CEO weniger Überraschung als Bestätigung. 2030 will er mit der Finanzfuchsgruppe Branchenführer in Österreich sein. Danach warten Deutschland und der CEE-Raum. „Wir wollen den Markt revolutionieren“, ist seit Beginn Mattasits’ Anspruch. Die Finanzfüchse stecken da mittendrin.