Los Angeles: Nachfragehoch für Luxusimmobilien

Spitzenquadratmeterpreise von bis zu 32.300 US-Dollar (rund 28.650 Euro) in Beverly Hills,
Kaufpreise von bis zu 49 Millionen US-Dollar (rund 43,46 Millionen Euro) für Villen in Santa Monica, auch die Westside mit Strandlagen ist stark gesucht. Neben dem ganzjährig warmen Klima, direkter Strandlage am Pazifik sowie palmengesäumten Shopping-Boulevards wartet die zweitgrößte Stadt Amerikas mit einem vielfältigen Immobilienangebot im Luxussegment auf.

 „Wir haben in Los Angeles in den letzten drei Jahren eine sehr dynamische Marktentwicklung im Top-Segment erlebt. Die Nachfrage übersteigt aktuell fast überall das Angebot, insbesondere im Preissegment um 10 Millionen US-Dollar (rund 9,12 Millionen Euro) kann der Bedarf nicht gedeckt werden“, sagt Sandra Miller, Lizenzpartnerin bei Engel & Völkers Santa Monica.

Namhafte Adressen im Westen bleiben die begehrtesten Wohnorte

Engel & Völkers registrierte für den Immobilienmarkt in Los Angeles im letzten Jahr konstant hohe Transaktionen und eine starke Nachfrage, vor allem in den klassischen Premiumlagen im Westen der Stadt am Fuße der Santa Monica Mountains. Die Metropole verbindet pulsierendes Stadtleben mit direkter Nähe zu Meer und Bergen sowie prestigeträchtigen Adressen. Im internationalen Vergleich bewegten sich die Immobilienpreise auf einem sehr hohen Niveau, das Angebot an Objekten über 30 Millionen US-Dollar (rund 26,61 Millionen Euro) lag 2021 bei 15 Prozent.

Zu den begehrtesten Lagen zählen jene in den Hügeln westlich der City darunter Beverly Hills, Bel Air und Holmby Hills, bekannt als „Platinum Triangle“. Die renommierten Viertel sind präferierte Rückzugsorte internationaler Prominenz und zeichnen sich durch weitläufige Anwesen, hohe Sicherheit sowie gepflegte Grünanlagen aus. Mit bis zu 32.300 US-Dollar (rund 28.650 Euro) pro Quadratmeter ist Beverly Hills eine der teuersten Lagen. Für hochwertige Villen wurden hier 2021 bis zu 100 Millionen US-Dollar (rund 88,71 Millionen Euro) aufgerufen. „Beverly Hills ist der Place-to-be und hat in den letzten sechs Monaten ein erneutes Nachfragehoch erfahren“, erklärt John Steiner, Immoblilienberater bei Engel & Völkers Beverly Hills. So lag der durchschnittliche Verkaufspreis für Einfamilienhäuser bei rund 8,3 Millionen US-Dollar (rund 7,36 Millionen Euro). In dem „Billionaires Elbow“ lagen die Kaufpreise für Villen, die über die spektakulärsten Aussichten auf Los Angeles verfügen, bei über 100 Millionen US-Dollar (rund 88,71 Millionen Euro).

Käufer auf dem Ultra-Premium-Markt präferierten schlüsselfertige Immobilien, die mit besonderen Ausstattungsmerkmalen wie Weinkellern, Home-Spas oder Bars ausgestattet sind. Luxusobjekte dieser Art erreichten im benachbarten Bel Air Preise von bis zu 90 Millionen US-Dollar (rund 79,83 Millionen Euro). Ein Quadratmeter kostete hier durchschnittlich 19.859 US-Dollar (rund 17.620 Euro). „Bel Air ist eine Enklave mit viel Natur. Die Grundstücke sind groß und man hat hier maximale Privatsphäre, da es keine Durchfahrtsstraßen und kaum Tourismus gibt. Insbesondere prominente Kunden mögen diese Diskretion sowie die Nähe zum exklusiven Bel Air Country Club“, erklärt John Steiner. Der Immobilienmarkt wird hier mit 80 Prozent stark von nationalen Käufern dominiert, internationale Käufer stammen häufig aus Kanada, China und Mexiko. Zu den größten Käufergruppen zählen Ultra High Networth Individuals (UHNIWs) mit einem Nettovermögen von mindestens 30 Millionen US-Dollar (rund 26,61 Millionen Euro).

Nordöstlich des „Platinum Triangle“ liegen die weltbekannten Hollywood Hills, die besonders bei der jungen gehobenen Mittelschicht als Wohnort begehrt sind: Hier trifft Hollywood-Chic auf hippe Atmosphäre und vielfältige Architektur wie den angesagten Mid-Century-Modern-Stil. Der Spitzenpreis pro Quadratmeter lag hier 2021 bei 10.760 US-Dollar (rund 9.550 Euro). Für Villen mit Aussicht oder Pool wurden durchschnittlich 2 Millionen US-Dollar aufgerufen (rund 1,77 Millionen Euro).

Naturnahe Lagen der Westside erfahren Nachfragehoch

„Wir merken an unseren Kundenanfragen, dass viel Platz und eine sehr gute, naturnahe Lage aktuell die wichtigsten Kriterien sind. Den Strand oder die Berge fußläufig direkt vor der Haustür zu haben, ist die neue Definition von Luxus. Daher ist die Westside von Los Angeles mit Küstenstädten wie Malibu, Santa Monica, Brentwood sowie Pacific Palisades stark gesucht und die Kaufpreise bewegen sich auf sehr hohem Niveau“, so Sandra Miller. Das Immobilienangebot in diesen Lagen ist sehr vielfältig und reicht von exklusiven Villen in erster Meereslinie bis hin zu schlüsselfertigen Apartments.

15 Kilometer nordwestlich von Los Angeles liegt der Trend-Vorort Malibu, begehrt für seinen kalifornischen Lowkey-Lifestyle, naturnahes Wohnen, exzellente Restaurants und maßgeschneiderte Luxusvillen direkt am Strand, wie etwa am Carbon Beach. Diese Kombination macht die Lage zu einer der favorisierten Wohnorte der Elite Hollywoods sowie für Celebrities weltweit. 2021 wechselten hier Liebhaberimmobilien des absoluten Premiumsegments für bis zu 177 Millionen US-Dollar (rund 157 Millionen Euro) die Besitzer. 20 Autominuten östlich in Santa Monica wurden für ebensolche Objekte direkt am Strand Verkaufspreise von bis zu 49 Millionen US-Dollar (rund 43,46 Millionen Euro) erzielt. Der Preis pro Quadratmeter für Apartments lag 2021 bei 10.300 US-Dollar (rund 9.140 Euro) und verzeichnet damit ein Wachstum von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (2020: rund 9.350 US-Dollar (rund 8.290 Euro)). „Die Gegend ist eine beliebte Feriendestination für Europäer im Winter. Rund 71 Prozent wohnen hier zur Miete, das macht Santa Monica für Privatpersonen und Investoren attraktiv, die wertstabile Anlageobjekte zur Eigennutzung mit Option zur Vermietung suchen“, erklärt Sandra Miller.

Die angrenzende Nachbarschaft Brentwood, früher einmal Ackerland für Sojabohnen und Avocados, zählt heute ebenso zu den wohlhabendsten Vierteln im Westen von Los Angeles. Die durchschnittliche Grundstücksgröße liegt bei rund einem halben Hektar (circa 5.000 Quadratmeter). Hochwertige Einfamilienhäuser erzielten hier durchschnittlich 3 Millionen US-Dollar (rund 2,68 Millionen) und Apartments waren hier für 10.200 US-Dollar (rund 9.050 Euro) pro Quadratmeter auf dem Markt.

Angrenzend an Santa Monica liegt das exklusive Viertel Pacific Palisades, begehrt für seine direkte Strandlage und kleinstädtisches Flair. Besonders Familien suchten hier im letzten Jahr nach Objekten zur Eigennutzung. Villen erzielten je nach Ausstattung und Größe Kaufpreise von 5 bis zu 83 Millionen US-Dollar (rund 4,43 bis zu 73,62 Millionen Euro).

Ausblick: Größte Preissteigerungen für Topanga und umliegende Lagen erwartet

Engel & Völkers geht auch in diesem Jahr von einer dem Angebot übersteigenden Nachfrage für Luxusobjekte und damit steigenden Immobilienpreisen im Top-Segment von Los Angeles aus. „Seit 2019 ist die Anzahl der vermittelten Objekte über 5 Millionen US-Dollar (rund 4,47 Millionen Euro) um 74 Prozent angestiegen (2019: 521/ 2021: 907). Wir rechnen damit, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird. Aufgrund des limitierten Angebots und des steigenden Bedürfnisses nach Platz und Natur prognostizieren wir für Gegenden weiter in den Bergen, wie Topanga, die prozentual größten Preissteigerungen in 2022“, erklärt Sandra Miller abschließend. John Steiner resümiert: „Top Objekte in Beverly Hills und Bel Air werden ihre außerordentliche Attraktivität beibehalten und das starke Kaufinteresse wird die ohnehin schon sehr hohe Preisdynamik weiter treiben, gerade wenn jetzt die internationale Nachfrage wieder steigt.“

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