Krieg gegen die Ukraine: Russlands Reiche verlieren 45 Milliarden Dollar

Die Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine spiegeln sich nun im Nettovermögen der Oligarchen in der Despotie wider. Die russische Wirtschafts-Elite ist dafür bekannt, riesige Vermögen zu kontrollieren. Die vom Westen verhängten Wirtschaftssanktionen haben jetzt dazu geführt, dass Russlands Reiche im Jahr 2022 ganz erhebliche Verluste erlitten haben.

Die von der Wirtschafts- und Finanzplattform Finbold (finbold.com) erfassten und berechneten Daten zeigen, dass die zehn reichsten Menschen Russlands bis zum 22. März 2022 insgesamt 45 Milliarden US-Dollar ihres Nettovermögens verloren haben. Die Gruppe kontrolliert derzeit ein Gesamtvermögen von 179,70 Milliarden US-Dollar.

Russlands drittreichste Person und Hauptaktionär des Gasunternehmens Novatek, Leonid Mikhelson, hat mit 33,3 % die höchsten Verluste erlitten. Mikhelson hat ein Nettovermögen von 21,6 Milliarden US-Dollar.

Vladimir Lisin, der mit einem Nettovermögen von 20,6 Milliarden US-Dollar den vierten Platz belegt, hat mit 26,3 % die zweithöchsten Verluste. Alexey Mordashov, der sich mit einem Vermögen von ca. 21,5 Milliarden US-Dollar den dritten Platz im Reichsten-Ranking Russlands teilt, verzeichnete einen Einbruch von 25,3 % und liegt damit auf dem dritten Platz.

Am unteren Ende der Verlustliste findet sich Mikhail Prokhorov: Der Investor mit politischen Ambitionen erlitt mit 2,28 % die geringsten Verluste. Das Vermögen des reichsten Mannes des Landes, Vladimir Potanin, ist um 19,9 % zurückgegangen. Potanins aktuelles Nettovermögen beläuft sich auf 24,7 Milliarden US-Dollar.

Milliardäre von Sanktionen und Ausverkauf an den Aktienmärkten betroffen

Der Artikel auf der Plattform Finbold hebt neben den von den westlichen Ländern verhängten Sanktionen einige der Ursachen für den Vermögensverlust hervor. Wörtlich heißt es:

„Andererseits hat der Reichtum auch unter den Auswirkungen des Ausverkaufs an den Aktienmärkten gelitten: Der Sell-Off begann heuer, als sich geopolitische Spannungen zusammenbrauten. Der Ausverkauf führte dazu, dass der Wert der meisten Unternehmen einen drastischen Rückgang erlebte. Die Situation wurde durch fast einmonatige Schließung des russischen Aktienmarktes noch verschlimmert.“

Auch wenn die Milliardäre jetzt schon unter den Folgen ihrer Verbindung mit Präsident Wladimir Putin leiden – eine Besserung ist nicht in Sicht. Eher im Gegenteil: Geht der Krieg gegen die Ukraine weiter, drohen noch dramatischere Verluste erleiden. Bemerkenswerterweise ergreifen einige von ihnen jetzt die Initiative, um die Invasion in der Ukraine zu verurteilen.

Der komplette Finbold-Artikel ist abrufbar unter: https://finbold.com/russias-ten-richest-lose-45-billion-of-net-worth-in-2022/