Immobilien: Neuer Verkaufsrekord

assets Magazin: Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer RE/MAX-Austria
Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von RE/MAX-Austria
Foto © C. Pastl RE/MAX

Corona hin oder her, die Verbücherungszahlen der Grundbuchsgerichte Jänner bis Juni 2021 zeigen einen großen Sprung vorwärts. Ein Plus von 9.287 Eigentumseintragungen stellen seit dem Start der RE/MAX ImmoSpiegel-Analysen 2009 das zweithöchste absolute Mengenwachstum nach 2014/2015 dar und im Jahresabstand ein Plus von 13,8 %. In Euro schlägt sich das bei steigenden Preisen nach dem Durchhänger im ersten Halbjahr 2020 mit einem Plus von 3,2 Mrd. Euro oder +19,8 % zu 2020 und 2019 nieder.

Im ersten Halbjahr 2021 wurden den RE/MAX-Experten zufolge 76.589 Immobilien für neue Eigentümer im Grundbuch registriert. Das sind mehr als doppelt so viele wie im schwachen Jahr 2013 und um +28,8 % mehr als vor fünf Jahren. Der Gesamtwert der im ersten Halbjahr rechtskräftig gewordenen Immobilienverkäufe kratzt mit 19,6 Mrd. Euro erstmals an einer historisch wichtigen Schwelle.

„Teilweise sehen wir im ersten Halbjahr Nachholeffekte, weil 2020 ja doch pandemiebedingt in keiner Weise und damit auch auf dem Immobilienmarkt kein normales Jahr war. Viele Menschen haben aber auch erkannt, dass sie eigentlich woanders wohnen wollen, in größeren Wohnungen, in anderen Stadtteilen oder auch auf dem Land: Aufgrund vieler Homeoffice-Lösungen ist zahlreichen Kunden die absolute Nähe von Wohn- und Arbeitsort nicht mehr so wichtig wie noch vor der Pandemie, denn für zwei, drei Fahrten ins Büro pro Woche kann die Anfahrt schon wieder etwas länger sein. Zusätzlich sind Immobilen als Anlageform bzw. zur Pensionsvorsorge weiterhin sehr begehrt. All das sind Faktoren, die den Immobilienmarkt gehörig in Bewegung gebracht haben“, analysiert Bernhard Reikersdorfer, MBA, Geschäftsführer von RE/MAX-Austria.
„Wir spüren das als Nummer eins am Markt natürlich auch in unserem Arbeitsaufkommen und haben sofort mit einer umfassenden Ausbildungs- und Rekrutierungsoffensive reagiert, damit wir auch in den kommenden Jahren den vielen Käufern und Verkäufern eine professionelle und sehr hochwertige Dienstleistung bieten können.“

Im Fünfjahresvergleich 2021 zu 2016 ergibt das eine Transaktionswertsteigerung von +50,1 % und mehr als eine Verdoppelung seit 2014 (+138,1 %). Grundlage dafür bildet neben Inflation und Preissteigerungen vor allem das Mengenwachstum von +28,8 % seit 2016 und fast eine Verdoppelung seit 2014 (+86,2 %).

„Im Gegensatz zu 2020, als die Mengensteigerungen vor allem von den rund 6.600 zusätzlichen separat parifizierten Parkplätzen gekommen sind, tragen aktuell die rund +2.300 mehr Wohnungen und circa +2.800 zusätzlichen Grundstücke neben weiteren +2.600 KFZ-Plätzen zu einer nachvollziehbaren Markterweiterung bei. Der schwache Rückgang bei den Einfamilienhaus-Verkäufen wird von einem schwachen Wachstum bei Gebäuden kompensiert“, erklärt Mag. Anton E. Nenning, RE/MAX-Experte.

Top-100-Verbücherungen um ein Fünftel mehr wert
Der Wert der Top-100-Verkäufe von Industrie- und Bürogebäuden, Zinshäusern, Hotels, Wohnhausanlagen und gemischt genutzten Gebäuden im ersten Halbjahr ist von 1,43 Mrd. Euro (2019, 2020) auf 1,75 Mrd. Euro (2021) gestiegen. Die Eintrittsuntergrenze dazu hat sich von 7,7 Mio. Euro im Jahr 2019 über 5,9 Mio. Euro 2020 auf heuer 8,4 Mio. Euro verschoben.
Von den Top-Ten-Verkäufen fanden vier in Wien, drei im niederösterreichischen Umland von Wien, zwei in Graz und ein Großverkauf fand in Tirol statt.

Gesamtmarkt Veränderungen Bundesländertrends

Fast die Hälfte des Mengenwachstums kommt aus NÖ und Wien
46 % steuern die Bundesländer Niederösterreich (+2.421) und Wien (+1.828) aufgrund ihrer Größe zum Bundeswachstum bei. Die höchsten prozentuellen Steigerungen unter den Bundesländern finden sich laut Aussagen des RE/MAX-Maklernetzwerks im Burgenland (29,3 %), in Kärnten (+27,3 %) und in Vorarlberg (+19,2 %).

Von den +3,2 Mrd. Euro Mehrumsatz kommen +1,1 Mrd. Euro aus Wien, +0,7 Mrd. Euro aus Niederösterreich und +0,5 Mrd. aus Tirol. Damit vereinigen die drei ungleichen Bundesländer fast drei Viertel (72,4 %) des Mehrumsatzes auf sich. Kaum beteiligt am Aufschwung haben sich mit nur zweistelligen zusätzlichen Millionenbeträgen die Steiermark und das Bundesland Salzburg.

Bundesländer im Detail mit den teuersten Immobilien-Verkäufen

WIEN, Verkaufszahlen: 16 Bezirke im Plus

In Wien zieht der Immobilienmarkt zum Halbjahr erstmals seit dem Rekordjahr 2018 wieder richtig an: 13.005 Immobilienverkäufe sind den RE/MAX-Analysen zufolge um 1.828 Objekte (+16,4 %) mehr als 2020 und um +11,2 % mehr als 2018.

16 Bezirke legen zum Vorjahr zu, vor allem Liesing (+462), Floridsdorf (+456) und Favoriten (+396) sowie Margarethen (+228) und Landstraße (+178) – alle fünf auf einem All-Time-High, also keine Nachzieheffekte, sondern echte Zuwächse. Sieben Bezirke liegen unter den Vorjahresvergleichsmengen, am deutlichsten die Nachbarbezirke Ottakring (-58), Penzing (-66), Rudolfsheim (-82) und Simmering (-104).

Podest nach Objekten: Donaustadt vor Favoriten und Floridsdorf
In absoluten Gesamtzahlen führen in den RE/MAX-Berechnungen die Flächenbezirke Donaustadt (1.567) und Favoriten (1.434) vor Floridsdorf (1.240). Liesing mit 974 Objekten liegt zwar weit vor dem Vorjahr und dem Ergebnis von 2017 (740) aber dennoch nur im dreistelligen Bereich. Landstraße (757), Meidling (730), Ottakring (704) folgen, dahinter Penzing (639) und im nächsten Hunderterintervall Leopoldstadt (594) und Döbling (506). Auf unter 500 Verkäufe kommen Margarethen (476), Hietzing (452) und Währing (403). Unter 400 liegen Simmering (397) und Brigittenau (341), Hernals (324), Alsergrund (306) und Rudolfsheim (302). Den Abschluss bilden Neubau (228), Mariahilf (224), Wieden (165), Josefstadt (138) und der erste Bezirk mit 104 Immobilientransaktionen.

WIEN: Wert der verkauften Immobilien in Wien um ein Viertel mehr
1,1 Mrd. Euro mehr Immobilienumsatz als im Vorjahr, in Summe 5,7 Mrd. Euro und damit um +23,9 % mehr als 2020 und um +14,2 % mehr als 2018. Das sind die erfreulichen Nachrichten für die Immobilienverkäufer in Wien. 18 Bezirke legen den RE/MAX-Experten zufolge zu, fünf hatten im Vorjahr höhere Umsätze.

Donaustadt und Floridsdorf unangefochten an der Spitze
Mit 561 Mio. Euro Immobilienumsatz führt die Donaustadt, trotz eines Rückgangs um -26 Mio. Euro. Favoriten wächst um +169 Mio. Euro zusätzlich zu 2020 auf einen Gesamtumsatz von 481 Mio. Euro und verringert damit den Abstand zur Nummer eins um zwei Drittel. Meidling mit 412 Mio. Euro hat den größten absoluten Zuwachs, nämlich +198 Mio. Euro (siehe Top-Ten-Deals). Floridsdorf mit 381 Mio. Euro legt um +46 Mio. Euro zu, Liesing mit 376 Mio. Euro um +166 Mio. Euro. Auch die Landstraße mit 365 Mio. Euro und +141 Mio. Euro findet sich im Club der fünf Bezirke, in denen der Immobilienmarkt im ersten Halbjahr 2021 um mehr als 100 Mio. Euro gewachsen ist.
Döbling kommt auf 327 Mio. Euro (+84), Leopoldstadt auf 278 Mio. Euro (+25) und die Innere Stadt aufgrund der hohen Preise, trotz geringer Mengen, auf 248 Mio. Euro (+105).
Währing erreicht zwar mit 238 Mio. Euro nicht den Vorjahrsrekord, aber trotz -15 Mio. Euro das zweithöchste Ergebnis bisher. Ottakring wirft 210 Mio. Euro in die Waagschale (+8), Hietzing 209 Mio. Euro (+66) und Simmering 206 Mio. Euro (+30). Der Bezirk Alsergrund meldet für das erste Halbjahr 2021 mit 192 Mio. Euro nur das viertbeste Ergebnis bisher (-37), Penzing mit 186 Mio. Euro (-21) das bisher fünftbeste. Dagegen steigern Margarethen um +71 Mio. Euro auf 183 Mio. Euro, Hernals um +34 Mio. Euro auf 171 Mio. Euro und Mariahilf um +22 Mio. Euro auf 131 Mio. Euro. Die Immobilienverkäufe in Rudolfsheim-Fünfhaus schlagen mit 120 Mio. Euro (+13) zu Buche, in Wieden mit 113 Mio. Euro (-23) und in Brigittenau mit 112 Mio. Euro (+12). Neubau mit 109 Mio. Euro (+6 Mio. Euro) und Josefstadt mit 73 Mio. Euro (+24) komplettieren die Liste.

Wiens Top-Five: Büro- und Technologiepark toppt alles
In der ersten Hälfte 2021 überragt ein Immobilientransfer in Wien alles. Ein Büro- und Technologiepark in Meidling mit einer Verkaufssumme von 120 Mio. Euro. Auf Platz zwei in Wien folgt ein Zinshaus im Ersten mit 44 Mio. Euro, auf Rang drei ein Gebäude in Simmering um 31 Mio. Euro. Ein Gebäude in der Donaustadt war den Käufern noch 29 Mio. Euro wert und eines in Liesing 25,5 Mio. Euro.

Niederösterreich: Verkaufszahlen

Niederösterreich zieht den anderen Flächenbundesländern davon
Der Immobilienmarkt zum Halbjahr entwickelt sich in Niederösterreich schubweise: Kaum Veränderungen von 2017 zu 2018 oder von 2019 zu 2020.
Aber von 2020 auf 2021 zeigte der blau-gelbe Immobilienmarkt in den RE/MAX-Analysen eine Dynamik, die in Österreich vergeblich seinesgleichen sucht: Plus 2.421 Immobilienverkäufe mehr als im ersten Halbjahr 2020 bedeuten ein Plus von 18,3 % und begründen einen neuen Rekordwert von 15.658 Transaktionen in einem Bundesland im ersten Halbjahr.

Wachstum auf breitester Front
Mit nur einer Ausnahme haben alle Bezirke zu diesem Meilenstein beigetragen: Vor allem Tulln mit +354 zusätzlichen Verbücherungen (gesamt 1.231) und einem Ergebnis weitab vom bisherigen Niveau. Baden steigert um +291 Objekte (gesamt 1.776), Korneuburg um +268 (gesamt 1.083), Mistelbach um +254 (gesamt 980). Auch Hollabrunn mit +246 (gesamt 649), Bruck/Leitha mit +176 (gesamt 1.003) und Amstetten inklusive Statutarstadt Waidhofen/Ybbs mit +150 (gesamt 774) spüren den Boom. St. Pölten-Land kommt mit +143 Transaktionen mehr als im ersten Halbjahr 2020 auf 944 Transaktionen, Krems (Stadt + Land) mit +119 auf 952, Zwettl mit demselben Zuwachs auf 372. Melk kann sein Ergebnis um +103 Verkäufe auf 508 erhöhen, Waidhofen/Thaya um +102 auf 292 und Neunkirchen um +101 auf 616.
Zweistellige Zuwachszahlen melden Gmünd (+78) auf 369, Wr. Neustadt (Stadt + Land, +69) auf 1.011, Scheibbs (+62) auf 233 und Horn (+43) auf 308. Gänserndorf legt noch +21 auf 1.055 drauf und Lilienfeld eine einzige Verbücherung auf 167.
Nur Mödling kann das Sensationsergebnis von 2020 nicht wiederholen und liegt mit dem fünftbesten bisherigen Ergebnis bei 959 Kaufakten (-340).

Niederösterreich: Wert der verkauften Immobilien
Speckgürtel glüht
Bei den Immobilienumsätzen führen die Bezirke rund um Wien und sie zeigen auch die höchsten Zuwächse: Baden – dem RE/MAX-ImmoSpiegel nach erstmals ganz vorne – mit 459 Mio. Euro (+182) und Mödling mit 454 Mio. Euro (+98) auf Rang zwei. Mit Respektabstand folgen Bruck/Leitha mit 288 Mio. Euro (+63), Tulln mit 284 Mio. Euro (+89) und Korneuburg mit 242 Mio. Euro (+36).
Wr. Neustadt (Stadt + Land) verzeichnet 192 Mio. Euro (+14), Gänserndorf 190 Mio. Euro (+27) und St. Pölten-Land 186 Mio. Euro (+25). Krems (Stadt + Land) kommt auf 135 Mio. Euro (+24) und Amstetten inkl. Waidhofen/Ybbs auf 119 Mio. Euro (+17). Neunkirchen wird mit 100 Mio. Euro in den Halbjahresumsätzen erstmals neunstellig (+34). In Mistelbach liegen die Immobilienumsätze im ersten Halbjahr bei 95 Mio. Euro (+21) und in der Landeshauptstadt bei 92 Mio. Euro (+27).
Eine Klasse darunter spielen Melk mit 60 Mio. Euro (+2), Hollabrunn mit 53 Mio. Euro (+23), Horn mit 31 Mio. Euro (+6), Scheibbs mit 29 Mio. Euro (+8), Gmünd mit 24 Mio. Euro (+3), Zwettl mit 20 Mio. Euro (+6) und Waidhofen/Thaya mit 16 Mio. Euro (+6). Lilienfeld sorgt für die Ausnahme, weil mit 20 Mio. Euro auf das Traumergebnis von 2020 (eine Verdoppelung von 2019) vier Mio. Euro fehlen.

Sechs Top-Ten-Deals in Niederösterreich im Bezirk Mödling
Ein Handelsflächen-Paket in Vösendorf wechselte um 44 Mio. Euro die Besitzer, weitere Retail-Flächen um 30 Mio. Euro und um 16 Mio. Euro. Ein Bürogebäude und ein Grundstück um jeweils 9 Mio. Euro und ein Gebäude um 6,5 Mio. Euro komplettieren den Auftritt Vösendorfs in Niederösterreichs Top-Ten.

Dazwischen finden sich noch eine 36 Mio.-Euro-Immobilie im Bezirk Baden, eine Logistikimmobilie um 26 Mio. Euro und ein Wohnhauskomplex um 14,5 Mio. Euro im Bezirk Bruck/Leitha und ein Gebäude in Klosterneuburg (Bez. Tulln) um neun Mio. Euro.

Oberösterreich: Verkaufszahlen

Zweimal drittstärkstes Bundesland
Oberösterreich hat die Steiermark bei den Immobilienverkaufsmengen aus eigener Kraft überholt und vom Podest verdrängt. 11.532 Verbücherungen sind den RE/MAX-Experten zufolge die drittgrößte Bundesländermenge im ersten Halbjahr 2021, auch der Zuwachs von +1.324 gegenüber 2020 bedeutet Platz drei im Bundesländerranking.
14 der 16 Bezirke haben zugelegt. Vor allem Vöcklabruck mit +220 auf 1.241 Verkäufe und Braunau mit +209 auf 952 Einheiten. Im Zentralraum punkten Linz-Land mit +166 (gesamt 1.237) und Wels (Stadt + Land) mit +140 (gesamt 1.256). Ebenso dreistellig im Plus Freistadt mit +134 (gesamt 508) und Rohrbach mit +111 (gesamt 429). Zweistellige Zuwachsraten melden Grieskirchen (+71, gesamt 452), Gmunden (+70, gesamt 1.041) und Perg (+56, gesamt 445). Dahinter folgen mit jeweils +52 die Landeshauptstadt Linz (gesamt 1.138) und Kirchdorf (gesamt 409). Eferding steuert +22 bei (gesamt 186), Schärding +20 (gesamt 354) und Ried +19 (gesamt 509).

Oberösterreich: Wert der verkauften Immobilien:
Stockerl ade!
Beim Umsatz hat der Mengenzuwachs nicht gereicht, um Platz drei des Vorjahres zu verteidigen. Tirol hat sich von Rang fünf auf das Podest emporgeschwungen und Oberösterreich vom Stockerl verwiesen. Dennoch: Nach den RE/MAX-Berechnungen sind 2,31 Mrd. Euro für Oberösterreich das beste Umsatzhalbjahresergebnis aller Zeiten und um +205 Mio. Euro mehr als 2020.

Linz kann Vorjahrsensation nicht wiederholen
291 Mio. Euro Halbjahresumsatz in Linz sind die Ursache für den Rangverlust des Landes ob der Enns. Gegenüber 2019 fehlen nur -10 Mio. Euro, aber gegenüber 2020 satte -127 Mio. Euro. Da konnten die anderen oberösterreichischen Bezirke dem Tiroler Ansturm nicht Paroli bieten.
Linz-Land kommt auf 327 Mio. Euro (+59), Vöcklabruck auf 278 Mio. Euro (+45), Gmunden auf 241 Mio. Euro (+44) und Braunau auf 153 Mio. Euro (+39).
Kirchdorf liefert den prozentuellen Wachstumsrekord von +70,3 % dank 85 Mio. Euro (+35). Freistadt erhöht den Umsatz um +27 Mio. Euro auf 79 Mio. Euro und Steyr (Stadt + Land) um +19 Mio. Euro auf 128 Mio. Euro. Grieskirchen reiht sich ein mit +15 Mio. Euro und 70 Mio. Euro, ebenso Ried mit +14 Mio. Euro und 92 Mio. Euro sowie Rohrbach mit +11 Mio. Euro und 36 Mio. Euro Gesamttransaktionswert. Umsatzzuwächse in einstelliger Millionenhöhe erfolgen noch in Schärding mit 47 Mio. Euro (+8), in Wels (Stadt + Land) mit 261 Mio. Euro (+7), ebenso in Urfahr-Umgebung mit 127 Mio. Euro (+7) und Eferding mit 34 Mio. Euro (+ 6). Bleibt noch der Bezirk Perg mit 61 Mio. Euro Immobilienkaufsumme, dem zweithöchsten jemals erzielten Wert, aber einem Minus von fünf Mio. Euro zum ersten Halbjahr 2020.

Oberösterreichs glorreiche sieben Immobilientransfers
Mit 22 Mio. Euro führt eine Gesundheitsimmobilie im Bezirk Gmunden die oberösterreichische Verbücherungsstatistik im ersten Halbjahr 2021 an. Auf dem zweiten Platz folgt ein Bürogebäude in Leonding und auf dem dritten ein Fracht- und Logistikzentrum in Hörsching, beide um 14 Mio. Euro. Eine Landwirtschaft mit Wald, Jagd- und Fischeirechten im Bezirk Kirchdorf/Krems erlöste 11 Mio. Euro und eine Betriebs- und Büroimmobilie im Bezirk Ried neun Mio. Euro. Zwei Seeliegenschaften am Attersee kosteten rund acht und neun Mio. Euro.

Steiermark: Verkaufszahlen

Steiermark hat beim Boom nicht profitiert, aber auch nicht verloren
Die Gesamtsituation des steirischen Immobilienhandels pendelt in den letzten vier Vergleichsperioden „erstes Halbjahr“ dem RE/MAX-ImmoSpiegel zufolge zwischen 10.220 und 10.440 Einheiten und von 2020 auf 2021 von 10.385 auf 10.392. Ein Zugewinn von sieben Verbücherungen ist eine rechnerisch positive Bilanz, wenngleich nicht so positiv wie in den anderen acht Bundesländern.

Alle Bezirke mit Zuwachs, jedoch Graz und Graz-Umgebung eher mau
Die Landeshauptstadt Graz hat 2020 noch beinahe für ein Drittel aller steirischen Immobilientransaktionen im ersten Halbjahr gesorgt. 2021 war es nur mehr ein Viertel. Von 3.271 auf 2.533 Einheiten ist der Markt um -738 (-22,6 %) auf das Niveau von 2016/2017 zurückgegangen. Auch Graz-Umgebung fehlen mit 1.267 Kaufakten -341 (-21,2 %) auf das Vorjahresniveau. Damit ist der Anteil des Zentralraums binnen Jahresfrist von 47,0 % auf 36,6 % geschrumpft.

Bruck/Mürzzuschlag, Liezen, Leibnitz retten die Statistik
Der Bezirk Bruck-Mürzzuschlag, seit 2015 immer mit 500 bis 600 Objekten im Halbjahr präsent, liefert 2021 ein Plus von +187 und ein Halbjahres-Ergebnis von 691 Einheiten. Liezen mit +179 zusätzlichen Objekten gegenüber 2020 kommt auf 748 Objekte, Leibnitz mit einem Plus von 176 auf 967. Der Bezirk Südoststeiermark legt +109 Objekte vor und summiert bei 773. Hartberg-Fürstenfeld steigert um +96 Einheiten auf 720, Deutschlandsberg um +93 auf 489 und Voitsberg um +82 auf 415. Leoben erhöht um +59 auf 468, Murtal um +38 auf 422 und Murau um +37 auf 240. Schlussendlich kommt noch Weiz mit einem Plus von 30 auf 659.

Steiermark: Wert der verkauften Immobilien – ein kleines Plus
Dem +0,1 % Mengenwachstum stehen +1,5 % Umsatzzuwachs gegenüber: 27 Mio. Euro mehr als 2020 bedeuten 1,90 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2021. Die Wertentwicklung verbessert sich gegenüber 2020. Das Rekordjahr 2019 bleibt in weiter Ferne, aber trotzdem der zweitbeste Halbjahresumsatz aller Zeiten.

Graz und Graz-Umgebung weit hinter dem Vorjahr
Graz fehlen mit 677 Mio. Euro im ersten Halbjahr -25. Mio. Euro auf 2020. Der große Verlierer ist allerdings Graz-Umgebung mit einem Minus von 107 Mio. auf 270 Mio. Euro. Da fallen Leoben (62 Mio. Euro) und Weiz (87 Mio. Euro) mit jeweils -3 Mio. auf das Vorjahr, Murau mit 27 Mio. Euro und einem Rückgang von 6 Mio. Euro wenig ist Gewicht.
Die großen Gewinner sind dagegen die Bezirke Liezen (+45 Mio. Euro auf 164) und Voitsberg (+44 Mio. Euro auf 92). Bruck-Mürzzuschlag freut sich über +26 Mio. Euro (99 Mio. Euro), Leibnitz über +18 Mio. Euro (141 Mio. Euro), Murtal über 15,0 Mio. Euro (64 Mio. Euro) und Hartberg-Fürstenfeld über +12 Mio. Euro und in Summe 81 Mio. Euro.
Jeweils sechs Mio. Euro an Umsatzzuwachs liefern noch Deutschlandsberg bei 64 und Südoststeiermark bei 70 Mio. Euro Gesamtumsatz.

Sieben steirische Verkäufe über 10 Mio. Euro
Fünf der sieben größten steirischen Immobilienverbücherungen im ersten Halbjahr 2021 finden sich im Grazer Grundbuch:
Ein Grundstück in Straßgang um 43 Mio. Euro, ein Bürogebäude um 37 Mio. Euro, ein Grundstück in Webling um 14 Mio. Euro und zwei Gebäude um jeweils rund zehn Mio. Euro. Ebenfalls im siebenstelligen Bereich war eine Landwirtschaft im Bezirk Voitsberg und eine Freizeit- und Gesundheitsimmobilie im Murtal.

Tirol: bei Verkaufszahlen deutlicher Anstieg

7.072 Einheiten und +929 mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit liegt Tirol beim Wachstum absolut an fünfter und in Prozenten an sechster Stelle unter den Bundesländern.

Der Aufschwung kommt aus ausnahmslos allen Bezirken, aber das Zugpferd Kitzbühel macht wieder Tempo: 885 Verbücherungen im ersten Halbjahr 2021 sind um +141 mehr als 2021 und entsprechen dem Rekordergebnis von 2018. Schwaz mit +131 kommt auf noch nie gesehene 815 und die Landeshauptstadt – mit einem Zuwachs von +128 auf 1.141 Einheiten – auf das zweithöchste Resultat bisher. Lienz findet mit +117 und einem Gesamtscore von 377 wieder zurück zur Stärke der Jahre 2019 und 2018. Ebenso Reutte mit 316 Einheiten (+105). Innsbruck-Land baut mit +97und 1.659 Verbücherungen seine Spitzenposition im Land weiter aus. Kufstein steigert um +94 Kaufakte auf 947 und Imst um +67 auf 589. Auch Landeck übertrifft die letzten vier Jahr mit 343 Verkäufen um +49 oder mehr.

Tirol: Wert der verkauften Immobilien – Kitzbühel und Schwaz mit starken Zuwächsen
Beim Wert der Tiroler Immobilienverkäufe ist die Veränderung jedoch erheblich größer als bei der Stückzahl. Zusätzlich 540 Mio. Euro Transferwert bedeuten in Summe 2,36 Mrd. Euro oder ein Plus von +29,7 % und damit Rang drei unter den Bundesländern hinter Wien und Niederösterreich, aber noch vor der Steiermark und vor Oberösterreich.
Wieder sind alle Bezirke gegenüber 2020 im positiven Bereich, aber wieder stürmt der Bezirk Kitzbühel mit einem Wertzuwachs von einer Viertelmilliarde im Halbjahr voran. Plus 256 Mio. Euro zusätzlich bedeuten schlussendlich 717 Mio. Euro Kaufwert und +55,6 % zum Vorjahr, aber auch +27,5 % zum 2018er Rekord.

Auf etwas niedrigerem Niveau sorgt Schwaz für eine Überraschung: 277 Mio. Euro sind um +117 Mio. Euro mehr als 2020 und um +60,7 % mehr als 2018. Des Rätsels Lösung liegt wie 2019 in einem Großverkauf. Kufstein trägt 303 Mio. Euro zum Landesumsatz und +74 Mio. Euro zum Landeswachstum bei, Innsbruck-Land 415 Mio. Euro und +48. Reutte kann dank +15 Mio. Euro das Rekordergebnis von 2018 (56,6 Mio. Euro) hauchdünn toppen. Auch Innsbruck-Stadt erreicht mit +12 Mio. Euro und insgesamt 359 Mio. Euro einen neuen Höchstwert, ebenso Lienz mit 53 Mio. Euro (+7). Landeck übertrifft zwar das 2020er Halbjahresergebnis um +3 Mio. Euro, bleibt aber von den Werten von 2017, 2016 und vor allem 2019 weit entfernt.

Tiroler Mega-Deals im ersten Halbjahr 2021
Im Bezirk Schwaz hatte 2019 ein Industriebetrieb seine Betriebs-Liegenschaften transferiert und 2020 von seinem Rückkaufrecht Gebrauch gemacht, Wert: 108 Mio. Euro. In Innsbruck wurde ein Bürogebäude um 24 Mio. Euro verkauft. Die weiteren Immobilienverkäufe um zehn Mio. Euro oder mehr betreffen durchwegs Mehrfamilien- und Einfamilienhäuser im Bezirk Kitzbühel mit 24, 16, 15, 11 und zehn Mio. Euro.

Kärnten

Die neue Nummer sechs hat Salzburg überholt!
27,3 % Verkaufsmengensteigerungen bringen einen Positionsverbesserung im Bundesländerranking von sieben auf sechs. Immerhin wurden in Kärnten 2021 von Jänner bis Juni 5.687 Immobilien für neue Eigentümer verbüchert, den RE/MAX-Berechnungen nach um +1.220 mehr als im Vergleichszeitraum 2020. Im Fünfjahresvergleich hat sich die gehandelte Immobilienanzahl um +40,1 % erhöht und auch gegenüber dem bisherigen Top-Jahr 2018 beträgt der Aufschwung noch +25,2 %.

Ausnahmslos alle Kärntner Bezirke verzeichnen im RE/MAX ImmoSpiegel ein Mengenwachstum und bis auf Klagenfurt-Land auch alle ein neues Allzeithoch.
Villach (Stadt + Land) erhöht seine Verkäufe um +324 auf 1.492 Objekte, Klagenfurt um +185 auf 1.064 und Klagenfurt-Land um +242 auf 704. Der Anteil des Zentralraumes an der Bundeslandsumme steigt demnach von 56,2 % auf 57,3 %.
Spittal kommt mit einem Plus von 60 auf 693 und St. Veit mit +212, dem höchsten prozentuellen Zuwachs in Kärnten, auf 490. Wolfsberg meldet 380 Verkäufe (+51), Feldkirchen 341 (+18), Völkermarkt 328 (+89) und Hermagor 195 (+39).

Die nächste Schwelle übersprungen
Die Überschrift 2020 lautete: „Erstmals eine dreiviertel Milliarde schon zum Halbjahr!“ Im ersten Halbjahr 2021 wurde allerdings, so die RE/MAX-Experten, erstmals die Milliardengrenze übertroffen – 1,04 Mrd. Euro waren die Immobilienverkäufe den neuen Eigentümern in Kärnten wert. Um +283 Mio. Euro mehr als 2020. Das ist immerhin der vierthöchste nominale Umsatzzugewinn unter den Bundesländern und der zweithöchste in Prozenten.
Für die außergewöhnlich hohen Umsatzsteigerungen sorgt vor allem Klagenfurt-Land mit einem Plus von 93 Mio. Euro auf 207 Mio. Euro – ein Zuwachs um +81,2 % im Jahresvergleich.

Villach (Stadt + Land) steuert +54 Mio. Euro zum Landeswachstum bei und 244 Mio. Euro zum Gesamtumsatz. Spittal kommt mit +50 Mio. Euro auf 140 Mio. Euro und St. Veit mit einem Zugewinn von +31 Mio. Euro auf 73 Mio. Euro. Die Landeshauptstadt, mit 189 Mio. Euro umsatzmäßig auf Rang drei, kann um +23 Mio. Euro erhöhen. Feldkirchen meldet Immobilientransfers im Wert von 77 Mio. Euro (+18), Hermagor übertrifft sogar seinen Rekord aus 2019 um +3 Mio. Euro und kommt auf 23 Mio. Euro. Völkermarkt mit 34 Mio. Euro präsentiert einen Zuwachs von +7 Mio. Euro. Einzig Wolfsberg kann seine Ergebnisse von 2020 und 2018 nicht toppen und meldet 50 Mio. Euro Umsatz (-3).
Innerhalb der letzten fünf Jahre haben die Kärntner Immobilienverkäufe im ersten Halbjahr um +67,6 % an Wert gewonnen.

Kärntens Top-Five meist in Seenähe
Ein Gebäude in Pörtschach um 14 Mio. Euro, eines um 11,5 Mio. Euro in Schiefling am Wörthersee, ein Gebäude um fast zehn Mio. Euro in Seeboden bei Spittal und ein Gebäude in Pörtschach um acht Mio. Euro: Sie alle beziehen zumindest einen Teil ihres Werts aus der Lage beim See. Nur der Wohnhausanlage in St.Veit/Glan um 11 Mio. fehlt der Seeblick.

Salzburg: Verkaufszahlen konsolidieren sich

Das Bundesland Salzburg hatte seinen massiven Anstieg bei den ver- und gekauften Immobilien früher als die anderen Bundesländer, nämlich bereits im ersten Halbjahr 2020. Heuer beteiligte man sich am Österreich-Zuwachs von +13,8 % nur symbolhaft mit +0,7 % und liegt damit laut RE/MAX dennoch um mindestens ein Viertel über 2019 und den Jahren davor. 5.322 neue Eigentümer wurden im Bundesland heuer bis 30.6.2021 bereits eingetragen (+35).
Auch auf Bezirksebene ist das Rennen ausgeglichen: Drei Bezirke legen zu und drei hatten bereits 2020 höhere Immobilien-Handelsmengen.
St. Johann kommt mit +179 auf 910 Verkäufe, der Flachgau mit +115 auf 1.541 und Zell/See mit +84 auf 1.177. Alle drei Bezirke mit neuen Rekordmengen.
Hallein erreicht mit 355 Verkäufen (-75) sein drittbestes Ergebnis, der Bezirk Tamsweg mit 141 und einem relativ großen Rückgang um -122 nach dem Traumjahr 2020 sein viertbestes. Schlussendlich kommt „die Stadt“ mit 1.198 Kaufakten und dem in Stück größten Rückgang des Bundeslandes (-146) auf ihr zweitbestes Resultat nach 2020.

Salzburg: Wert der verkauften Immobilien
Finanziell wirkt sich das geringe Mengenwachstum wenig aus: Der Immobilientransaktionswert des Bundeslandes Salzburg ist nach den Berechnungen der RE/MAX-Experten dennoch um +5,3 % auf 1,58 Mrd. Euro gewachsen und liegt damit exakt um +50 % über dem Wert von vor fünf Jahren.
Der Flachgau profitiert von einer Umsatzsteigerung um +92 auf 456 Mio. Euro. Der Pongau steuert mit 201 Mio. Euro +50 Mio. Euro zum Wachstum bei. Der Pinzgau legt +25 Mio. Euro zum Vorjahr zu und kommt auf 304 Mio. Euro und der Tennengau +5 Mio. Euro auf 103 Mio. Euro.
Die Stadt und der Lungau fallen ziemlich exakt auf ihre Ergebnisse von 2019 zurück: Tamsweg fällt auf 18 Mio. Euro (-31 Mio. Euro) und die Landeshauptstadt auf 496 Mio. Euro (-62 Mio. Euro).

Salzburg – Grundstück führt Ranking der Top-Verkäufe an
Ein Grundstück südlich der Landeshauptstadt um 24 Mio. Euro führt das Salzburger Ranking an. Ein Bürogebäude im Bezirk Hallein folgt mit 19 Mio. Euro; auf dem dritten Platz ein Grundstück in der Stadt um 18 Mio. Euro. In Salzburg-Umgebung wurden weiters zwei Bürogebäude, eines um 13 Mio. Euro und eines um 11 Mio. Euro an neue Eigentümer übergeben und ein drittes um knapp 11 Mio. Euro in der Stadt.

Vorarlberg

Erstmals zum Halbjahr mehr als 4.000 Immobilien verkauft
Die Immobilienverkäufe in Vorarlberg haben laut dem RE/MAX-Maklernetzwerk ordentlich zugelegt: +19,2 % sind der dritthöchste prozentuelle Anstieg unter den neun Bundesländern. Ein Plus von +663 Objekten mehr als im ersten Halbjahr 2020 lassen die Verkaufszahlen auf 4.124 Einheiten steigen.
Dabei federt Bregenz mit +36 Objekten nur den Rückgang von Bludenz (-32) ab. Das Wachstum kommt aus Dornbirn mit +186 und vor allem aus Feldkirch mit +473 zusätzlichen Verkäufen. Bregenz mit 1.306 Transaktionen, Feldkirch mit 1.293 und Dornbirn mit 958 markieren neue Höchststände zur Jahreshälfte, Bludenz mit 567 den bisher zweithöchsten Wert.

Enorme Dynamik in Feldkirch und Dornbirn
Bei den Immobilienumsätzen zum Halbjahr liegt Vorarlberg nicht wie bei den Mengen auf Platz acht, sondern auf Rang sieben, noch vor Kärnten. 1,24 Mrd. Euro Immobilienkaufsumme von Jänner bis Juni 2021 sind um +161 Mio. Euro mehr als im Vergleichszeitraum 2020 und ein Plus von 15,0 %.
Wiederum trägt Feldkirch mit +102 Mio. Euro einen Großteil des Wachstums, auch Dornbirn stützt gewaltig mit +78 Mio. Euro. Bludenz verfehlt sein vorjähriges Rekordergebnis um -2 Mio. Euro und Bregenz um -16 Mio. Euro. Endresultat mit Ende Juni: Bregenz 386 Mio. Euro, Feldkirch 368 Mio. Euro, Dornbirn 315 Mio. Euro und Bludenz 171 Mio. Euro.
Im Fünfjahresvergleich haben die Vorarlberger Immobilienverkäufe von Jänner bis Juni nur um +27,2 % zugelegt, denn das Jahr 2016 war extrem stark. Beim Verkaufswert liegt der Zuwachs bei +52,2 %, nur zwei Prozentpunkte über dem durchschnittlichen Wachstum in Österreich.

Die teuersten Immobilien in Vorarlberg
Die ganz großen Summen fehlen im Vergleich zu 2020 heuer noch in der Vorarlberger Verbücherungsstatistik. Ein landwirtschaftliches Anwesen um 16 Mio. Euro im Bezirk Dornbirn liegt an der Spitze, ein Objekt am Arlberg um 10,5 Mio. Euro dahinter. Auf den Plätzen drei bis fünf sind drei Gebäude, zwei im Bezirk Bregenz und eines im Bezirk Dornbirn.

Burgenland

Immobilienverkäufe im Burgenland steigen wie nirgendwo
Um +29,3 % sind die Immobilienkäufe im ersten Halbjahr 2021 gegenüber 2020 im Burgenland quasi explodiert, meldet RE/MAX Austria. Von 2.937 auf 3.797, ein Plus von 860 Einheiten. Zugegebenermaßen war 2020 im Burgenland nur ein durchschnittliches Immobilienjahr. Aber die Transaktionszahlen Jänner bis Juni 2021 liegen auch um +10,2 % über dem historischen Höchstwert aus 2016.

Mit vereinten Kräften
Alle burgenländischen Bezirke zeigen höhere Verkaufszahlen als 2020. Eisenstadt (Stadt, Umgebung samt Rust) führt mit 765 Verkäufen und einer Steigerung von +193. Güssing kann um +157, auf 561 Kaufakte erhöhen, Oberpullendorf um +155 auf 520 und Neusiedl um +151 auf 701. Jennersdorf legt um +98 auf 296 Verkäufe zu, Oberwart um +69 auf 543 und Mattersburg um +37 auf 411.
Das bedeutet für nahezu alle Bezirke neue Rekorde. Einzige Ausnahme ist der Bezirk Oberwart: Da war in den Jahren 2015 bis 2019 noch mehr Handelsaktivität zu spüren.

Eisenstadt wieder zurück. Neusiedl über 100 Mio. Euro.
Auch die Verkaufserlöse im ersten Halbjahr 2021 liegen im Burgenland erheblich über dem Vergleichszeitraum 2020:
Eisenstadt kommt auf 125 Mio. Euro Immobilienumsatz. Das ist gegenüber dem besten Jahr 2019 eine Steigerung von +9,8 % und gegenüber dem Einbruch von 2020 eine Explosion um +56 Mio. Euro oder +80,5 %.
Neusiedl überspringt erstmals zum Halbjahr klar die 100 Mio. Euro-Marke: Das Plus beträgt 40 Mio. Euro, die Endsumme Jänner bis Juni ergibt einmalige 131 Mio. Euro. Damit übernimmt Neusiedl wieder die Führung im Burgenland.
Um +13 Mio. Euro wächst der Immobilienhandel im Bezirk Oberpullendorf – in Summe auf 33 Mio. Euro. In Mattersburg liegt der Zuwachs bei +11 Mio. Euro (gesamt 50 Mio. Euro) und in Güssing bei +10 Mio. Euro (gesamt 27 Mio. Euro). Jennersdorf übertrifft mit +7 Mio. Euro und 17 Mio. Euro gesamt knapp den Höchstwert von 2019 und Oberwart landet mit einem Zuwachs von +2 Mio. Euro bei 37 Mio. Euro.
Mattersburg und Oberwart haben 2018 noch bessere Ergebnisse vorgelegt, aber für alle anderen Bezirke bedeuten diese Zahlen neue Höchststände.

Burgenlands größte Immobilienkäufe
Ein Fachmarktzentrum-Verkauf im Bezirk Neusiedl um 23 Mio. Euro ist der Leuchtturm des pannonischen Immobilienmarktes im ersten Halbjahr 2021.
Platz zwei geht an ein Gebäude im Bezirk Mattersburg um knapp fünf Mio. Euro und der dritte an eines im Bezirk Eisenstadt-Umgebung um etwas weniger als vier Mio. Euro.

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