Geldanlage: Lego-Bausätze als Geheimtipp

assets Magazin: Lego
Foto © Pixabay, Andrew Art

Sets des dänischen Spielwarenherstellers Lego eignen sich als Geldanlage, empfiehlt Victoria Dobrynskaya von der Higher School of Economics (HSE). Sie hat einen Preisanstieg von elf Prozent pro Jahr für ungeöffnete Sets festgestellt. Ähnliche Preissteigerungen könne es bei Barbie-Puppen, Superhelden-Minifiguren oder Modellautos und Zügen geben. Details wurden in „Research in International Business and Finance“ publiziert.

„Auf dem Lego-Sekundärmarkt werden zehntausende Geschäfte abgeschlossen. Selbst wenn man die niedrigen Preise der meisten Sets berücksichtigt, ist dies ein riesiger Markt, der bei traditionellen Investoren nicht sehr bekannt ist“, so Dobrynskaya. Es gebe mehrere Gründe für das schnelle Preiswachstum mancher Sets. Sie würden in begrenzten Mengen produziert, insbesondere spezielle Bausätze mit Figuren aus Filmen wie „Harry Potter“, Büchern oder zu historischen Ereignissen. Und viele Besitzer sähen keinen Wert in ihnen, während andere sie schätzen und nicht verkaufen wollen. Zudem hätten Lego-Bausätze viele erwachsene Fans.

Dobrynskaya und ihr Team haben die Preise von 2.322 Lego-Sets untersucht, die zwischen 1987 und 2015 produziert worden sind. Die Wirtschaftswissenschaftler berücksichtigten Informationen zu Primärverkäufen und Ergebnisse von Online-Auktionstransaktionen. Die Sekundärmarktpreise beginnen in der Regel zwei oder drei Jahre nach Produktionsende eines Bausatzes zu steigen. Bei manchen Sets registrierten die Forscher jährliche Preissteigerungen von bis zu 600 Prozent.

Kleine und große Sets beliebt

Die Preise für kleine und sehr große Sets wachsen schneller als die Preise für mittelgroße Sets, wahrscheinlich weil kleine Sets oft einzigartige Teile oder Figuren enthalten, während große Sets in kleinen Mengen produziert werden und für Erwachsene attraktiver sind. Die Preise für thematische Sets, die berühmten Gebäuden, beliebten Filmen oder saisonalen Feiertagen gewidmet sind, verzeichnen in der Regel das höchste Wachstum auf dem Sekundärmarkt – zu den teuersten gehören „Millennium Falcon“, „Cafe on the Corner“, „Taj Mahal“, „Death Star II“ und „Imperial Star Destroyer“.

Besonders attraktiv sind auch jene Sets, die in limitierter Auflage herausgegeben oder auf Werbeveranstaltungen verteilt wurden. „Die Preise für Sets, die vor 20 bis 30 Jahren produziert wurden, gehen durch die Decke“, so die Beobachtung der russischen Wissenschaftler. Doch sie warnen auch: Längst nicht alle Bausätze seien eine gute Geldanlage.

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