Erste Bank: Rating verbessert

assets Magazin: Bernhard Spalt, Erste Bank
Bernhard Spalt, Erste Bank
Foto © Erste Bank

Das Long-Term Issuer Rating der Erste Bank Group AG wird von Creditreform Rating von „A-“ auf „A“ heraufgestuft. Der Ausblick bleibt weiterhin „stabil“. Laut der Ratingagentur haben sich im Laufe der Corona-Krise die Erträge und die Risikovorsorgeaufwendungen der Erste Bank Group AG zwar negativ entwickelt, gleichzeitig erwartet Creditreform Rating nicht, dass diese Effekte die Ertragskraft und Asset-Qualität nachhaltig negativ beeinflussen.

„Die Asset-Qualität hat sich unter formalen Gesichtspunkten zum Vorjahr zwar verschlechtert, dennoch spiegelte sich dies bisher nicht in gehäuften Ausfällen wider. Das noch im Vorjahr avisierte Negativszenario einer Kreditausfallwelle wird aufgrund effektiver und großzügiger Stützungsprogramme der Regierungen voraussichtlich nicht eintreten, stattdessen erwarten wir eine Periode erhöhter Ausfallraten“, sagt Felix Schürmann, Senior Analyst bei Creditreform Rating und Lead-Analyst des Ratings, und ergänzt: „Die Halbjahreszahlen lassen bereits auf eine rasche Erholung der Ertragskraft schließen.“

Creditreform Rating rechnet daher nicht damit, dass die Corona-Krise einen nachhaltig negativen Einfluss auf die Profitabilität und Asset-Qualität der Erste Bank Group AG haben wird. Bereits angestoßene Transformationsprozesse, beispielsweise in der Digitalisierung und der Filialkonsolidierung, wurden dabei merklich beschleunigt. Insgesamt entfalle somit der Grund für das letztjährige Downgrade.

Folgende Key Rating Driver waren für das Ergebnis ausschlaggebend:

  • + Starker Partner für SMEs, Retail- und Corporate-Kunden in Mittel- und Osteuropa
  • + Haftungsverbund mit österreichischen Sparkassen
  • + Weiterhin solide Asset-Qualität trotz merklicher Erhöhung der Problemkreditengagements und hohen Risikokosten
  • + Sehr gute Kapitalisierung, hohe Liquidität
  • + Corona-Krise für Banken weit weniger schwerwiegend als erwartet, Halbjahreszahlen deuten merkliche Entspannung an
  • +/- Hohe Risikokosten drücken Ertrag, aber erfolgreiche Kosteneinsparungen im Rahmen der Corona- Krise
  • +/- Starke Präsenz in Wachstumsmärkten, starke Diversifizierung verglichen mit anderen europäischen Großbanken, Risikopotenzial in Südosteuropa
  • – Niedrigzinspolitik der EZB

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