Cyber-Crime: Finanzindustrie wird am häufigsten ausspioniert

Internet-Kriminalität verursacht jährlich Milliardenschäden. Auch wenn die Budgets für IT-Sicherheit von Unternehmen und Organisationen in den letzten Jahren massiv aufgestockt wurden, zählen Datenraub, Attacken mit Verschlüsselungs-Software, Phishing-Mails und Internet-Spionage nach wie vor zu den größten Wirtschafts-Risiken. Eine Analyse von https://tradingplatforms.com zu Folge gab es alleine im Vorjahr 2020 fast 300 Cyber-Spionageattacken auf die Finanzindustrie, die damit das Hauptziel für diese Art von Verbrechen ist.

Cyber-Spionage ist mittlerweile weltweit zu einer großen Gefahr geworden. Industrieunternehmen sind davon ebenso betroffen wie strategische und kritische Infrastruktur wie Ministerien, Eisenbahnen, Bahnunternehmen, Telekommunikations-Provider, Energieversorger und sogar Spitäler und Banken. Das Ziel der kriminellen Handlung ist es, vertrauliche und geheime Daten von Staaten und Unternehmen zu stehlen, oft in strategisch bedeutenden Feldern. Staatlich geschützte Cyber-Spione sind auch an Entwicklungen und patentierte Verfahren von High-Tech-Unternehmen interessiert sowie an Kundendaten von Reisebüros und Banken. Waren früher die Lücken in Software Einfallstore für Online-Kriminelle, schaffen heute gefinkelte Phishing-Mails den Zugang zu Unternehmens-Servern. Eine Untersuchung aus dem Vorjahr stellte fest, dass Phishing Mails bei fast 65% der bekannten Internet-Spionage-Fälle benutzt wurden.

Neben der Finanz- und Internet-Industrie sind vor allem Gesundheits-Einrichtungen ein zunehmend beliebtes Ziel der Internet-Kriminalität, vor allem Daten und Erkenntnisse zu CoVid 19-Impfstoffen sind heiß begehrt. Verizons Data Breach Investigations Report 2021 (www.verizon.com) zeigt, dass 119 Online-Spionagen bei Unternehmen und Organisationen im CoVid-Impfstoffsektor registriert wurden. Ebenfalls stark betroffen waren öffentliche Einrichtungen, kaum Spionageversuche gab es im Immobiliensektor und der Hotel- und Beherbergungsbranche.

Als Folge der zunehmenden Internetkriminalität steigen die Investitionen in IT-Sicherheit weiter massiv an. Auch Versicherungen gegen Schäden aus Internetkriminalität werden immer häufiger nachgefragt, sie helfen Unternehmen, sich gegen die oft verheerenden Folgen solcher Online-Attacken abzusichern. Ein MarketsandMarkets-Bericht (www.marketsandmarkets.com) schätzte den Markt für solche Versicherungen im Vorjahr auf bereits 7,8 Mrd. US-Dollar ein. Da das Interesse an diesen Produkten ungebrochen ist, wird für heuer ein Wachstum um 21 Prozent auf 9,5 Mrd. US-Dollar prognostiziert, 2025 soll er dann schon 20,5 Mrd. US-Dollar schwer sein.

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