Comeback: Bankensektor wächst weltweit um 40 %

Da wurden Erinnerungen an 2008 wach: Der Bankensektor, einer der wichtigsten Player in der Weltwirtschaft, war von der Covid-Pandemie arg betroffen. Wichtige Kennzahlen wie die Marktkapitalisierung sind entsprechend gesunken. Jetzt scheint der Turnaround geschafft, auch die Börsenkurse ziehen erholten sich deutlich.

Nach Angaben der Börseplattform Finbold (https://finbold.com) ist die Marktkapitalisierung des globalen Bankensektors zwischen dem 2. Quartal 2020 und dem 2. Quartal 2021 um 39,62 % von 5,3 Billionen Euro auf 7,4 Billionen Euro gestiegen. Im dritten Quartal 2020 gab es nochmal einen Durchhänger – die Marktkapitalisierung sank leicht auf 5,2 Billionen € – im Q4 2020 legte der Börsewert um 17,3 % zu.

Im ersten Quartal 2021 lag der Markt bei 7,3 Billionen Euro. Vor dem Ausbruch der Pandemie verzeichnete der Sektor im vierten Quartal 2019 mit 7,6 € die höchste Marktkapitalisierung. Im ersten Quartal 2020 ging es mit dem Ausbruch der Pandemie um 35,5% steil bergab, der Börsenwert aller Banken lag bei nur mehr 4,9 Billionen Euro

Unter den westeuropäischen Banken verzeichnete die spanische BBVA-Bank zwischen April 2021 und Juli 2021 mit 19,7 % die höchste Total Shareholder Return Rate (Gesamtrendite der Aktienbesitzer), gefolgt von Société Générale aus Frankreich mit 13,8%, während Banco Santander, ebenfalls aus Spanien, mit 12,1% den dritten Platz belegt. Unicredit aus Italien verzeichnete eine Rendite von 11,9%, gefolgt von der schwedischen Nordea Bank mit 11,7%.

Barclays aus Großbritannien schneidet mit einem TSR von -8% am schlechtesten ab. Andere Banken mit schlechten Renditen sind die britische Standard Chartered (-7,7%), die britische HSBC Holdings (-1,4%), die Credit Suisse (-1,1%) und die UBS Group (-1%).

Laut Finbold sei die Digitalisierung für die rasche Erholung hauptverantwortlich: „Der Bankensektor hat sich so rasch erholt, weil schon vor der Pandemie wesentliche Trends wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit erkannt wurden. Die Digitalisierung der Banken wurde von Verbrauchern unterstützt, Transaktionen werden bevorzugt online durchgeführt. Der digitale Wandel ist zum wichtigen Wettbewerbsfaktor in der Branche geworden: Banken mit etablierter Online-Präsenz profitieren am meisten.“

Die Frage ist, ob die Banken das Wachstum auch nach Auslaufen staatlicher Unterstützungsmaßnahmen auf recht aufrecht erhalten können.

Beitrag teilen

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on telegram
Telegram
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email

Der Newsletter von assets – das Wirtschaftsmagazin für Vermögen und Werte:
Mit wöchentlichen Updates zu Nachrichten aus der globalen Wirtschaftswelt, verblüffenden Fakten von internationalen Finanzplätzen und Statistiken, Trends und Daten zu Branchen und Zukunftstechnologien.

Damit Sie heute schon wissen, worauf Sie morgen achten sollten. Plus: Empfehlungen fürs angenehme Leben.