(c) Acredia/M. Draper
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Acredia: Weltwirtschaft resilienter als 2022, Österreich-Rating bleibt auf AA1

Österreich ist nach wie vor ein stabiler Wirtschaftsmarkt für Unternehmen, obwohl die restriktive Geldpolitik die kurz- und langfristigen Wachstumschancen belastet. Das zeigt die aktuelle Ausgabe des Country Risk Atlas* von Kreditversicherer Acredia in Zusammenarbeit mit Allianz Trade.

Österreich weiterhin mit AA1.

Österreich wird von Acredia und Allianz Trade weiterhin mit einem Länderrating von AA1 bewertet, was einem geringen Risiko für Unternehmen entspricht. „Österreich hat die Pandemie und die Energiekrise wirtschaftlich sehr gut weggesteckt“, analysiert Gudrun Meierschitz, Vorständin von Acredia. „Die schwache globale Nachfrage und der hohe Inflationsdruck haben aber 2023 eine leichte Rezession gebracht. Für 2024 gehen wir von einer leichten Erholung und einem BIP-Wachstum von +0,6 Prozent aus, für 2025 erwarten wir dann eine Steigerung von +1,5 Prozent.“

21 Länderratings heraufgestuft, nur 4 herabgestuft

Insgesamt verbesserte sich die Risikobewertung von 21 Ländern gegenüber dem Vorjahr, was etwa 19 Prozent des weltweiten BIP entspricht. Lediglich vier Länderratings wurden herabgestuft. Dieser Trend ist völlig konträr gegenüber 2022, als sich nur acht Länderrisikobewertungen verbesserten und 17 verschlechterten.

Gudrun Meierschitz erklärt: „2022 hat der Ukrainekrieg die Länderrisikobewertungen stark beeinflusst. Letztes Jahr hat sich die globale Wirtschaft trotz einer aggressiven geldpolitischen Straffung und einiger bedeutender globaler Schocks relativ gut behauptet. Die Lage ist derzeit somit besser, als es die allgemeine Stimmung vermuten lässt.“ Die meisten Länderratings wurden in Afrika heraufgestuft (10), gefolgt von Europa (6). In Asien sowie Nord- und Südamerika haben sich nur die Risikoprofile für China und Uruguay verbessert.

Zahlungsausfallrisiko bleibt stabil

Das weltweite durchschnittliche Risiko eines Zahlungsausfalls für Unternehmen bewerten Acredia und Allianz Trade mit 2, was einem mittleren Risiko entspricht. Damit blieb das Zahlungsausfallsrisiko zwar gegenüber 2022 stabil, es ist aber höher als während der Pandemie und befindet sich beinahe wieder auf dem Niveau von 2019. Auf regionaler Ebene liegt die durchschnittliche Risikoeinstufung für Afrika über 3 (empfindlich), während der Nahe Osten, Lateinamerika und Osteuropa (einschließlich Russland) noch knapp unter 3 rangieren. Der asiatisch-pazifische Raum wird mit leicht über 2 (mittel) bewertet, Westeuropa und Nordamerika liegen nahe bei 1 (niedrig).

*Der Country-Risk-Atlas basiert auf der Expertise von Acredia und Allianz Trade sowie auf einem eigenen Risikobewertungsmodell. Das Länderrating setzt sich zusammen aus:

Länderbewertung von AA (geringes) bis D (hohes Risiko) und misst makroökonomische, politische und strukturelle Risiken.

Risikobewertung für Zahlungsausfall von 1 (geringstes) bis 4 (höchstes Risiko). Dieses wird vierteljährlich mit den neuesten wirtschaftlichen Entwicklungen und umfassenden firmeneigenen Daten über weltweite Insolvenzen und das Geschäftsumfeld aktualisiert.

Der Country Risk Atlas kann hier heruntergeladen werden (PDF): https://bit.ly/CountryRiskAtlas2024

Über die Acredia-Gruppe
Acredia ist Österreichs führende Kreditversicherung und schützt offene Forderungen im In- und Ausland im Gesamtwert von fast 33 Milliarden Euro. Acredia ist ein Tochterunternehmen von Oesterreichische Kontrollbank AG und Allianz Trade, des Weltmarktführers bei Kreditversicherungen. 2022 betrug der Umsatz der Acredia-Gruppe insgesamt 97,6 Millionen Euro. Acredia hat sich im Rahmen des United Nations Global Compact freiwillig verpflichtet, Strategie und Geschäftstätigkeit an den universellen Prinzipien zu Menschenrechten, Arbeit, Umwelt und Korruptionsbekämpfung auszurichten und Maßnahmen zu ergreifen, um gesellschaftliche Ziele voranzubringen. www.acredia.at